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Systembeschreibung für Aluminium-Glas-Faltwand SL 60e
Profilsystem
SOLARLUX, Serie SL 60e - oder gleichwertig
Die nachstehend ausgeschriebene Faltwand ist ein wärmegedämmtes Aluminiumprofilsystem entsprechend der „Richtlinie für den Nachweis der Standsicherheit von Metall-Kunststoff-Verbundprofilen des DIBt.
Der Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten des Rahmens darf
Uf,BW =2,6 W/m2k nach DIN V 4108‘ 4:2002-02 nicht überschreiten (entspricht RMG 2.1 nach DIN V 4108-4:1998-10).
Nach DIN EN 150 10077-1:2000-11 kann folgender Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten UW für eine dreiflügelige Faltwand verwendet werden: UW = 1,7 W/m2K bei der Verwendung von einem Isolierglas mit einem UG = 1,1 W/m2K, Prüfabmessungen: min. 2700 mm x 2300 mm. Bei Einsatz von Glas mit besserem UG -Wert oder wärmetechnisch verbessertem Randverbund (,‚warme Kante“) verbessert sich der UW-Wert der Faltwand entsprechend.
Die Luftdurchlässigkeit Klasse 4 nach EN12 207, Regendichtigkeit Klasse E900 nach EN 12208 und Widerstandsfähigkeit bei Windlast Klasse B4 nach EN 12210 (Beanspruchungsgruppe „C“ nach DEN 18 055) muss erreicht werden. Prüfabmessungen: min. 2400 mm x 2300 mm
Die Bautiefe der Profile darf 59 mm nicht unterschreiten und muss den statischen Erfordernissen entsprechen.
Die Flügel sollten wahlweise nach innen oder außen faltbar sein.
Zur zusätzlichen Stabilisierung bei verschlossenen Elementen sollte im senkrechten FIügelstoß eine formschlüssige Profilverbindung als Nut-Feder-Verbindung konstruiert sein.
Die Bodenschiene sollte wahlweise mit oder ohne Anschlag ausgeführt werden können und optional in den Boden einzulassen sein. Die Ausführung ohne Anschlag muss für Geschäftseingangsbereiche oder „Barrierefreie Wohnungen" nach DIN 18025 verwendbar sein.
Die Lauf- und Führungsschienen sind flächenbündig in das System zu integrieren und dürfen nicht vorgelagert sein.
Das System sollte so konstruiert sein, dass Höhentoleranzen und Ausdehnungen aufgenommen werden können, ohne Dichtigkeits- und Funktionsstörungen hervorzurufen.
Beschlagstechnik
Alle Beschlagteile müssen verdeckt liegend in den Profilen angeordnet sein.
Die Wertbeständigkeit der Faltwand ist durch den Einsatz wartungs- und klapperarmer, nicht rostender und fehlbedienungssicherer Beschlagteile zu gewährleisten.
Die Flügelverriegelung sollte durch Riegelstangen aus Aluminium mit mindestens 24 mm Hub in die obere und untere Lauf- und Führungsschiene erfolgen. Die Riegelstangen müssen an den Enden mit Kappen aus Polyamid versehen sein, so dass die Verriegelung nicht „Metall auf Metall“ erfolgt. Zwecks optimaler Dichtigkeit und zur Einbruchhemmung sollte der Durchgangsflügel (Drehflügel) seitlich durch zusätzliche Riegel mit dem Rahmen oder mit dem benachbarten Flügel formschlüssig verbunden sein.
Eine gleitende Verriegelung sollte eine Fixierung der Flügel in teilweise geöffnetem Zustand an jeder beliebigen Stelle erlauben.
Grundsätzlich hat die Ver- und Entriegelung der Flügel von innen durch eine benutzerfreundliche 1-Hand-Bedienung über 180°-Drehung stabiler Flachgriffe mit Arretierung zur Einbruchhemmung zu erfolgen. Zusätzlich muss die Möglichkeit bestehen, diese abschließbar auszuführen.
Ein integrierter, separat bedienbarer Durchgangsflügel mit drückerbetätigter Mehrfachverriegelung, Schloss und PZ muss konstruktiv möglich sein.
Ein um 180° geöffneter Drehflügel muss mittels Schnäpper sicher an dem benachbarten Flügel festgestellt werden können.
Bei innen öffnenden Balkonelementen müssen - zum einfachen Putzen von innen - spezielle Reinigungsbeschläge eingesetzt werden können (nur bei oben anhängenden Anlagen).
Durch einfaches Herausziehen der Scharnierstifte muss bei oben hängenden Faltelementen ein problemloses Reinigen der Außenscheiben möglich sein.
Laufwerk
Die Laufwerke sollten wahlweise unten (SL 6Oe / u) oder oben (SL 60e / o) angeordnet werden können.
SL 60e / u (Standard)
Vorgeschrieben sind unten angeordnete Laufwerke mit 2 Laufrollen, die zwecks gleichmäßiger Lastverteilung kardanisch gelagert sind. Laufrollen und Laufschienen sind aus Edelstahl. Die Laufwerke sollten oberhalb des wasserfüh¬renden Bereichs liegen und dürfen durch Verschmutzung in ihrer Lauffähigkeit nicht beeinträchtigt werden. Die Tragfä¬higkeit der Laufwerke darf 160 kg nicht unterschreiten.
SL6Oe/o:
Vorgeschrieben sind oben angeordnete Laufwerke mit 4 Laufrollen, die zwecks gleichmäßiger Lastverteilung kardanisch gelagert sind. Die Laufwerke sollten in der Höhe verstellbar sein.
Die Laufrollen müssen kugelgelagert sein und eine geräuscharme, verschleißfeste, hitze- und kältebeständige Lauffläche aus glasfaserverstärktem Polyamid besitzen. Die Tragfähigkeit der Laufwerke darf 200 kg nicht unterschreiten.
Dichtigkeit
Die Abdichtung zwischen Flügel und Rahmen muss umlaufend durch EPDM-Dichtungen in zwei Dichtebenen erfolgen. Der umlaufende Rahmen sollte mit einer Gleitbürste mit flexiblem Kunststoffsteg ausgestattet sein.
Verglasung
Die Verglasung erfolgt mit durchgehend eingerasteten Glasleisten, so dass ein nachträglicher Austausch der Scheiben problemlos möglich ist.
Die ETB-Richtlinie "Bauteile, die gegen Absturz sichern" ist zu beachten.
11/2009 - Technische Änderungen vorbehalten
Herstellernachweis:
SOLARLUX Aluminium Systeme GmbH
Gewerbepark 9-11
49143 Bissendorf
FON: +49 5402 400 0
FAX: +49 5402 400 200
E-Mail: info@solarlux.de
Internet: www.solarlux.de